
Diplomarbeiten 2005 -
Anatol Sargin: "Statistische
Analyse von Rasch-Modellen"
Herr Sargin fasste den gegenwärtigen Stand der Theorie
übersichtlich zusammen und überprüfte ihre Anwendung in
der Praxis. Er hat innovative Visualisierungen vorgeschlagen und
verwirklicht, um die analytischen Resultate aufschlussreich zu
ergänzen.
Julia Habeck: "Statistical
Analysis of Medical Claims Databases"
In einer Zusammenarbeit mit einer Pharma Firma bekam Frau Habeck die
Aufgabe, verschiedene Datenquellen zu der Behandlung der chronischen
Atemwegkrankheit COPD zusammenzuführen und zu untersuchen.
Sie musste große Datenmengen in verschiedenen Formats abgleichen,
eine sorgfältige Filterung von Daten und Variablen vornehmen und
ihre Resultate für nicht Statistiker verständlich
machen. Das ist ihr alles schön gelungen.
Arnold Brutler: "Usability
von Statistik - Software (USS) am Bsp. von Mondrian"
Die Usability (Gebrauchstauglichkeit) der graphischen Software Mondrian
ist von Herrn Brutler mit Hilfe von gefilmten Tests überprüft
worden. Die Stärken dieser Arbeit sind die sorgfältige
Vorbereitung und Durchführung von den Tests und die daraus gut
begründeten und aufschlussreichen Kritikpunkte.
Andreas Bause: "Graphische
Zeitreihen–Analyse"
Diese Diplomarbeit hat zwei Ziele verfolgt, erstens die Visualisierung
von Zeitreihen zu beschreiben und zu erläutern, und zweitens einen
Entwurf vorzubereiten, was eine Software dafür alles machen
können sollte. Der Bericht enthält viele interessante
Einsichten.
Jutta Bierwisch: "Entwicklung
eines FTS-Konzepts unter Berücksichtigung des Kostenaspekts und
anschließender Ablaufsimulation am Beispiel des Karosseriebaus im
BMW Werk Leipzig"
Hier wird die erfolgreiche Durchführung einer
Simulationsstudie in der Logistik beschrieben. Im Rahmen der
Arbeit gibt Frau Bierwisch eine ausgezeichnete Übersicht des
gegenwärtigen Stands der Theorie und Praxis von der Erzeugung von
Zufallszahlen.
Martina Güntner:
"Prädiktive Faktoren für den langfristigen Verlauf von
Multipler Sklerose"
In einer Zusammenarbeit mit dem Sylvia Lawry Zentrum (SLC) in
München, hat Frau Güntner deren Patientendatenbank, die alle
verfügbaren internationalen Studien zusammenfasst,
analysiert. Ihre Resultate aus Explorativen Datenanalysen und
Überlebenszeitmodellen geben eine aufschlussreiche Übersicht
des Datenbestands.
Rudolf Nitsch:
"Mathematische Verfahren zur Schätzung der Schadenreserven der
Debeka Allgemeine Versicherung AG"
Herr Nitsch hat den Stand der Theorie zur Berechnung von
Schadenreserven überprüft, eine Software entwickelt, die den
Einsatz der gängigen Methoden bei der Debeka ermöglicht, und
Empfehlungen abgegeben, welche Methoden für welche Sparte
verwendet werden können.
(Zulassungsarbeit)
Hubert Mayr: "Statistikvergleich ausgewählter Medien auf
Basis des Seminars „Statistik in Medien“ im Sommersemester 2005"
Nach einem erfolgreichen Seminar über Statistik in den Medien hat
einer der Teilnehmer, Hubert Mayr, sich bereit erklärt, die
einzelnen Arbeiten zusammenzufassen, um allgemeine Schlüsse
über die Verwendung von Statistik in den öffentlichen Medien
ziehen zu können. Sein Bericht bietet eine wertvolle und
aufschlussreiche Rezension des ganzen Seminars.
Veronika Schuster:
"Analyse von Standortentscheidungen"
In vielen Fällen müssen Manager nicht so sehr komplexe
Analysemethoden einsetzen, sondern geschickt mit Daten umgehen
können und intelligent Informationen aus vielen Quellen
zusammenfliessen lassen. In einer Zusammenarbeit mit einer grossen
Firma hat Frau Schuster die Aufgabe bekommen, ein Softwarewerkzeug zu
entwickeln, das Manager bei genau so einem Entscheidungsprozess
unterstützen sollte.
Sandra Schulz:
"Untersuchung der Stabilität und Reproduzierbarkeit von
Benchmarkanalysen"
Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, Benchmark Studien zu untersuchen,
inwieweit die Ergebnisse reproduzierbar sind, und welche Faktoren den
größten Einfluss auf die Ergebnisse haben. Frau Schulz hat
mit modernsten statistischen Klassifikationsmethoden und den
entsprechenden softwaretechnischen Werkzeugen umgehen müssen. Dies
ist ihr beides erfolgreich geglückt, und die gewonnen Erkenntnisse
sind wertvolle Hilfsmittel bei der Einschätzung derartiger
Benchmarkvergleiche.
Sergei Potapov:
"Analyse von Bäumen"
Ein inhärentes Problem bei allen Entscheidungsbäumen ist,
dass sie immer lokal und nicht global optimale Entscheidungen treffen.
Herr Potapov hat ein neues Verfahren untersucht, wo suboptimale
Entscheidungen zugelassen werden, die dann u.U. global bessere
Ergebnisse liefern. Die Arbeit hat er ausführlich und
aufschlussreich durchgeführt und ein R-Paket TWIX dafür
entwickelt und auf der R Webseite veröffentlicht.
Barbara Gnadl:
"Multivariate Analyse von Umfragedaten"
Das Augsburger Projekt DIAM beschäftigte sich mit den Wirkungen
von der Schulform auf die Einstellung von Mädchen, ob sie
koedukativ oder monoedukativ ausgebildet werden. Frau Gnadl hat am
Projekt als statistische Beraterin teilgenommen und untersuchte
inwieweit das Verfahren Support Vector Machines eingesetzt werden
konnte.
Andreas Tischler:
"Latente Statistische Modelle und Ordinale Loglineare Modelle
"
Statistische Modelle, die die ordinalen Eigenschaften von Umfragedaten
vollständig berücksichtigen, werden selten eingesetzt. Herr
Tischler hat die Literatur zu den Modellen untersucht und die Theorie
an hand von Daten aus dem Augsburger IKO Projekt (eine
Kindergartenevaluationsstudie, wo er die Foscher statistisch
unterstützt hat) auf geschickte Weise überprüft.
Carolin Siebert:
"Statistische Analysen von Umfragedaten"
Frau Siebert hat das Augsburger Forschungsprojekt SOKKE über
Grundschulkinder statistisch unterstützt. Die Nachteile von oft
eingesetzten analytischen Verfahren für Umfragedaten und die
Vorteile von einigen neueren graphischen Methoden werden in dieser
Arbeit belegt.
Anne von Hofer:
"Explorative Analyse von Baum Ensembles"
Auf dem Gebiet der statistischen Lernverfahren erlangen Ensemble
Methoden mehr und mehr an Bedeutung. Die Arbeit von Frau von Hofer
illustriert sehr gut die Stärken und Schwächen der Methoden
und zeigen ganz klar die Grenzen auf, die bei der Betrachtung von
Baum-Ensembles existieren.
Hao Wang:
"Meta Analyse"
Meta Analysen sind sehr wichtig geworden, aber ihre allgemeine
Qualität läßt einiges zu wünschen übrig. Herr
Wang hat den gegenwärtigen Stand der statistischen Methodologie
zur Metaanalyse überprüft und die Möglichkeiten für
den Einsatz ergänzender graphischer Methoden eruiert.
Theresa Schmid:
"Statistische Analyse von Crashtests"
Auto Crashtests sind sehr teuer, aber liefern viele Daten. Frau Schmid
hat ein Softwaretool entwickelt, um den Zugang zu den Daten zu
erleichtern, und informative vergleichende Analysen durchgeführt.
Winfried Klaus:
"Statistische Unterstützung der Budgetplanung"
In einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit einer Produktionsfirma ist
die Kostenentwicklung bei grossen Projekten modeliert worden, um
bessere Vorhersagen zu treffen. Besonders interessant in dieser Arbeit
war die Verwendung von Functional Data Analysis.
Stefan Speer:
"Statistische Analyse von Fehlerquellen"
Die Steuerung von Geräten, die ständig im Einsatz sind, kann
sehr schwierig sein. In diesem Fall ging es darum, die
bestehenden Daten zu analysieren, um eine Strategie zu entwerfen, die
auftretenden Problemen zuvorkommen würde. In enger
Zusammenarbeit mit der betroffenen Firma und mit Hilfe eigens
entwickelter Software ist es Herrn Speer gelungen, eine verbesserte
Überwachungskontrolle einzuführen.
Dunja Huber:
"Looking behind a ranking — eine statistische Untersuchung von
Rankingsystemen"
Rankingsysteme sind heutzutage überall zu finden. Wie sie
erstellt werden, auf welchen Daten sie beruhen und ob sie
tatsächlich viel aussagen, dies alles sollte sorgfältig
überprüft werden. Diese Arbeit liefert eine
ausführliche und gut strukturierte Übersicht der
statistischen Aspekte, den Rankings unterliegen.
Annerose Zeis:
"Multivariate Statistische Analysen und Parallele Koordinaten"
Diese Arbeit bietet eine ausführliche und kritische Bewertung von
Parallelen Koordinaten als Ergänzung zu multivariaten
statistischen Methoden in der Praxis. Als besonders
aufschlussreiche Fallstudie gibt es eine graphische Analyse des Tour de
France Radrennens vom 2004.
Rüdiger Schösser:
"Mythen der Statistik"
In jedem Fach gibt es Faustregel und Empfehlungen, die von allen ohne
Rückfrage verwendet werden. In seiner Arbeit hat Herr
Schösser einige bekannte Regel aus der Statistik unter die Lupe
genommen.